Aktuelles

10. Juli 2017
Neuer Schwung in alten Gassen!

Wohnen, Arbeiten und Leben in historischen Stadt- und Ortskernen

Wie wird zeitgem채횩 gewohnt, gearbeitet und gelebt in historischen Kernen? Wie l채sst sich das st채dtische Portfolio bestm철glich vermarkten? Auf diese Fragen fand die diesj채hrige Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW praxisnahe Antworten. Die Tagung machte Mut und zeigte gleichzeitig auf, dass individuelles Handeln von privater und kommunaler Seite beste Voraussetzungen schaffen kann, um beispielhafte Projekte mit Anspruch und Charakter zu initiieren.

Rund 100 Teilnehmer waren nach Soest gekommen. Sie erlebten inhaltlich aussagekr채ftige Vortr채ge aus Theorie und Praxis. Oliver Brimmers vom IFH K철ln gab Einblicke in die Studie 얰itale Innenst채dte" und unterstrich dabei empirisch fundiert den Mehrwert historischer Bausubstanz f체r die Attraktivit채t von Innenst채dten. Guido Kramp, Eigent체mer, Investor und Restaurator, veranschaulichte die M철glichkeiten zeitgem채횩en Wohnens in historischen Immobilien. Anhand zweier Geb채ude in Bad Salzuflen und Lemgo wurde deutlich, das Wohnen im Denkmal auch in Klein- und Mittelst채dten marktf채hig ist, Interessenten findet und sich Investitionen refinanzieren.

Martin Lietz von der Wirtschaftsf철rderung Wuppertal stellte das Projekt Utopiastadt Wuppertal vor. Rund um den Mirker Bahnhof haben sich Unternehmen angesiedelt und etabliert, die das Profil des Wirtschaftsstandortes Wuppertal mittlerweile ma횩geblich mitpr채gen und dabei f체r alternatives Wirtschaften stehen: kleinteilig, gemeinwohlorientiert, kreativ. Ebenso kreativ und gemeinwohlorientiert, dabei aber als Verein organisiert, ist nach wie vor der Vorstand des Alten Schlachthofes, Soest. Seit 1993 ist der Alte Schlachthof vom Vereinshaus zum Kulturhaus gewachsen. Hier hat die kulturelle und k체nstlerische Szene der Stadt ihr Domizil gefunden - lokal und regional etabliert. Dar체ber berichtete der Vorstandsvorsitzende des Kulturhaus Alter Schlachthaus e.V., Johannes Kimmel-Gro횩.

Am Beispiel der neun holl채ndischen Hansest채dte stellte Elizabeth Stoit die Marketingstrategie des niederl채ndischen St채dteverbundes vor. In ihrem Vortrag wurden Parallelen zum AG-Verbund deutlich, aber auch die Notwendigkeit einer stadtindividuellen Profilbildung. Peter Pirck rundete den praxisorientierten Blick in die Niederlande ab und beschrieb in sieben Schritten den Weg zu einer erfolgreichen Markenbildungsstrategie.

Die Mittagspause wurde in bew채hrter Weise zum Kennenlernen der Gastgeberstadt - in diesem Fall der Stadt Soest - genutzt. Jedoch griffen die drei angebotenen Rundg채nge in diesem Jahr die Tagungsschwerpunkte Wohnen, Arbeiten und Leben inhaltlich auf.

Die Dokumentation zur Fachtagung erscheint im Herbst 2017.

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06. Juli 2017
"denkmal aktiv"-Teilnehmer stehen fest

94 Schulen aus 14 Bundesl채ndern, darunter zwei Deutsche Auslandsschulen aus Bukarest und Prag, k철nnen im Schuljahr 2017/18 an dem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) initiierten Schulprogramm "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule" teilnehmen. Wie die in Bonn ans채ssige Stiftung heute bekanntgab, w채hlte eine Jury aus Vertretern der F철rderer und Partner der Initiative die teilnehmenden Schulen aus. Die Sch체lergruppen beginnen zu Anfang des neuen Schuljahres mit ihren Projekten rund um die Themen kulturelles Erbe und Denkmalschutz. F체r die Durchf체hrung ihrer Vorhaben erhalten die Schulteams eine finanzielle Unterst체tzung von je rund 2.000 Euro. Ohne F철rderung nehmen drei Schulen aus dem Ausland - D채nemark, Italien, Polen - in Verb체nden mit deutschen Schulen teil.

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wies in seiner Begr체횩ung auf die erfreuliche Resonanz auf die Ausschreibung hin, die 체ber denen der letzten Jahre lag, und dankte den Kooperationspartnern, die dazu beitragen, die Themen kulturelles Erbe und Denkmalschutz an die Sch체lerinnen und Sch체ler zu vermitteln und in den schulischen Alltag zu tragen. Auf der Themenliste der Sch체ler stehen vielf채ltige Projekte, etwa Guts- und Herrenh채user oder Bauten der Sozialf체rsorge, Erinnerungsorte und St채tten des Ersten Weltkriegs, der vor hundert Jahren zu Ende ging. Die Sch체ler besch채ftigen sich mit arch채ologischen Funden, kulturlandschaftlichen Besonderheiten, mit historischen Stadtkernen und dem Umgang mit ihnen. Die zentralen Fragen, die mit der Erkundung und Erforschung der baulichen Zeugnisse verbunden sind, lauten: Was sind Kulturdenkmale, worin bestehen deren Wert und Bedeutung und wer k체mmert sich um ihren Erhalt?

Besonders wichtig f체r den Erfolg von "denkmal aktiv" ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern, die das Schulprogramm unterst체tzen. In diesem Jahr f철rdert etwa die EKD eigens Schulprojekte, wo Sch체ler Spuren der Reformation in ihrem Heimatort erkunden. Im Schuljahr 2017/18 beteiligen sich au횩erdem das Bayerische Staatsministerium f체r Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst; die Senatsverwaltung f체r Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin; die Arbeitsgemeinschaft St채dte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg; die Arbeitsgemeinschaft f체r Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und Kulturland Brandenburg; die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen; das Ministerium f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen; das Ministerium f체r Bildung des Landes Rheinland-Pfalz; das Ministerium f체r Bildung des Landes Sachsen-Anhalt; das Ministerium f체r Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Ministerium f체r Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und l채ndliche R채ume des Landes Schleswig-Holstein; der Bund f체r Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie die Deutsche UNESCO-Kommission, die auch Schirmherrin ist.

Bewerbungen von vier Schulen aus den St채dten Lemgo, Detmold und Lippstadt, die der Arbeitsgemeinschaft Historische혻Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen angeh철ren, wurden ausgew채hlt.

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23. Mai 2017
Erster Fachdialog zum Thema Altstadtpflaster / Res체mee

Rund 30 Teilnehmer folgten am Mittwoch, 26.04.2017 der Einladung zum Fachdialog 얖ltstadtpflaster in das Alte Rathaus in Alt-Arnsberg. Sanierung der Sanierung, Einzelbrennpunkte, 횥berlegungen zu grunds채tzlichen Neugestaltung und Neukonzeption, Herstellung von Barrierefreiheit und Langlebigkeit die Gr체nde und Interessenlagen zur Teilnahme am Fachdialog waren breit gef채chert. Verbindendes Grundanliegen aller Teilnehmer war die Herausforderung einer gr철횩tm철glichen Funktionalit채t hinsichtlich Haltbarkeit, Barrierefreiheit und Wetterfestigkeit innerst채dtischer Bodenbel채ge im Spannungsfeld des gestalterischen Anspruchs.

Olaf Steinbicker, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bauordnung der Stadt Soest, fokussierte im einleitenden Beitrag die grunds채tzlichen Fragestellungen, die zur Ausarbeitung des Positionspapiers der Regionalgruppe S체dwestfalen f체hrten. Mit dem Anliegen, das Erscheinungsbild der Stra횩en und Pl채tze in historischen Stadt- und Ortskerne in NRW repr채sentativ mit Pflasterungen zu gestalten, seien einerseits technisch-handwerkliche aber auch finanzielle Fragen verbunden. Vor allem stark befahrene Bereiche, die durch Busverkehre tagt채glich hohen Belastungen ausgesetzt werden, sch채digen binnen kurzer Zeit gepflasterte Stra횩en, noch vor Ablauf der f철rderseitigen Bindefristen. Aus diesem Sachverhalt sei eine 횆nderung der F철rderrichtlinien angebracht.

Mit dem Rundgang durch die Alt-Arnsberger Altstadt wurde die angesprochene Problematik vor Ort in Augenschein genommen und im Gespr채ch mit den Teilnehmern er철rtert. Hier wurde auch deutlich, dass ein kontinuierliches Anheben des Pflaster- und Asphaltspiegels auch dazu f체hrt, dass Kellerr채ume in den Altstadtgeb채uden nicht mehr ausreichend bel체ftet werden. Ein Aspekt, der Mitarbeiter den Denkmalbeh철rden und Tiefbau채mter zum Nachdenken anregte.

Bau- und Wirtschaftsingenieur Marco Zunklei gab in seinem Wortbeitrag einen praxisnahen Einblick in die Thematik der gebundenen Bauweise. Die Firmen L. Zunklei GmbH und PSB GmbH besch채ftigen sich seit 20 Jahren mit Pflasterm철rtel und Bewegungsfugen, beraten, entwickeln und produzieren. Marco Zunklei gab einen Einblick in die Normen und Vorgaben der VOB und leitete dann auf technische Aspekte des Fugenaufbaus und des Materialeinsatzes 체ber. Vor allem die Problematik der Bewegungsfuge wurde ausf체hrlich betrachtet.

Die혻Stadt 혻Wermelskirchen setzt in Teilen der Innenstadtplanung, bspw. im Bereich des Marktes auf Creaphalt. Harald Drescher, Leiter des Tiefbauamtes in Wermelskirchen, beschrieb die dauerhaften Probleme mit der Pflasterbauweise durch die hohen Belastungen des Busverkehrs, die den Ansto횩 gaben nach alternativen Bodenbel채gen zu suchen. Creaphalt ist ein Mineralgemisch mit Epoxidharz, das eine hohe Druckfestigkeit und kurze Bindezeiten aufweist. Farbigkeit und K철rnung des Belages sind 채u횩erst flexibel. Mittels Matrizen k철nnen ebenfalls flexibel w채hlbare Pr채gungen auf den Asphalt aufgebracht werden, die als Pflaster anmuten. Im Planungs- und Auschreibungsverfahren war zu beachten, dass nur eine Firma bundesweit den Pr채geasphalt verarbeiten kann und darum als Subunternehmen von allen Tiefbaufirmen angefragt werden kann.

Thomas K철hlmos, Lohaus+Carl GmbH, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, informierte zur Planung und Realisierung des barrierefreien Stadtkerns Warburg. Hier wurde f체r die Gestaltung und hindernisfreie Abgrenzung von Funktionsbereichen gezielt auf Materialien vorrangig Grauwacke gesetzt. Auf diese Weise konnten Trauffl채chen zwischen Haus- und Gehwegen, Fassadenvorzonen f체r handelsseitiges Mobiliar und Laufb채nder kontrastreich umgesetzt werden. Querungshilfen wurden durch taktile Elemente eingef체gt. Die Pflasterungen in Warburg wurden in Schweizer Bauweise ausgef체hrt. Dabei wurden im Pflasterbelag keine Dehnungsfugen geplant. Nach sieben Jahren sind bisher keine Risse im Fugenbild aufgetreten. Besonderes Alleinstellungsmerkmal der Stadt Warburg ist, dass die Stadt als Modellstadt ein ganzheitliches Konzept zur Gestaltung und Realisierung einer h철chstm철glichen Barrierefreiheit entwickelt und umgesetzt hat.

Karl Jasper, Ministerium f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW, pl채dierte in seinem Wortbeitrag f체r ganzheitliche L철sungen und Gesamtkonzepte zur Pflasterung. Flickwerke w체rden die Gestaltqualit채t mindern und Wertigkeiten schm채lern. Gesamtkonzepte w체rden helfen Priorit채ten zu setzen und Wertigkeiten in Funktionalit채t und Gestaltung herauszuarbeiten. Mit Verweis auf die F철rderrichtlinien der Stadterneuerung aus dem Jahr 2008 f체hrte er aus, dass laut Punkt 10.4 Erschlie횩ungsma횩nahmen ohne definierte Kostengrenze oder Materialvorgaben f철rderf채hig sind. Im Vordergrund einer F철rderentscheidung stehe Funktionalit채t und die stadtgestalterische Vereinbarkeit mit dem historischen Hintergrund.

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16. Mai 2017
B체rger vernetzen Nachbarschaften

Seit 2016 f철rdert die 얫uartiersakademie Nordrhein-Westfalen. Heimat vor der Haust체r" des Ministeriums f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW (MBWSV NRW) den landesweiten Dialog zwischen Quartiersinitiativen, die auf die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung setzen: Engagierte Menschen, Initiativen und Profis aus Kommunen, Wohnungswirtschaft, Wohlfahrtsverb채nden usw. tauschen sich zu allen Themen rund um das Quartier aus und entwickeln neue Wege der Zusammenarbeit (s. www.quartiersakademie.nrw.de).

Immer mehr Quartiersprojekte nutzen die digitalen M철glichkeiten. Im Modellprojekt 얙체rger vernetzen Nachbarschaften" des MBWSV machen sich 14 B체rgerwerkst채tten digitale Chancen zunutze, erarbeiten Tools f체r die k체nftige Gestaltung von Nachbarschaften und Quartiere. Davon sollen auch andere Initiativen profitieren.

Daher steht in diesem Jahr die zweit채gige Jahreskonferenz der Quartiersakademie NRW unter dem Motto:

"B체rger vernetzen Nachbarschaften": Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel"

Verbund - Praxis und Wissenschaft

am 12./ 13. Oktober 2017

in der Philharmonie, Essen

Die Tagung ist teilnehmerorientiert: Wir laden Sie herzlich ein, das Programm aktiv mitzugestalten und durch eigene Projekte und Ideen zu bereichern. Die Quartiersakademie stellt erfolgreiche Quartiersideen, -konzepte und -projekte vor und unterst체tzt so, als eine Art Markt der Ideen und M철glichkeiten, den Wissenstransfer. Sie verbindet Kommune, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Gespr채ch und im gemeinsamen Lernen. Wissenschaftler sollen uns 체ber Projekte aus anderen L채ndern informieren.

Gesucht werden innovative Projekte, die in den Foren 1-4 zu folgenden Themen pr채sentiert werden k철nnen:

▫혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 Digital Wohnen im Quartier

▫혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 Digitalisierung st채rkt Inklusion und Mobilit채t

▫혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 Vernetzung sichert Nahversorgung

▫혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 intergenerationale und interkulturelle Projekte - Digitalisierung schafft neue Nachbarschaften

Den ausf체hrlichen Aufruf des MBWSV zur Beteiligung finden Sie hier:

https://www.quartiersakademie.nrw.de/quartier/de/home/file/fileId/302/name/2017_04_28_V_Jahreskonferenz_Projektaufruf.pdf

Das vorl채ufige Programm finden Sie unter:

https://www.quartiersakademie.nrw.de/quartier/de/home/file/fileId/303/name/2017_04_28_V_Jahreskonferenz_Programm.pdf

Wir freuen uns 체ber Ihre Mitwirkung und stehen bei Fragen gerne zur Verf체gung.

Pressemitteilung

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30. Mrz 2017
AltstadtNachrichten - Premiere des Newsletters

denkmal aktiv - Zukunftsprogramm 2030 - Regionalkonferenz/Fachdialog zum Altstadtpflaster - Geburtstag - Interview zur Bautradition - Miacheal Kronauge, der neue Mann im Vorstand - Der erste Newsletter der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW beinhaltet ein buntes Kaleidoskop an Wissenswertem und Fachinformationen.

Download der AltstadtNachrichten hier:

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01. Februar 2017
WDR 2 Bericht Fotos Erik-Jan Ouwerkerk

Vielen Dank f체r Ihr Interesse an den Fotos aus den historischen Stadt- und Ortskernen in NRW, die durch Herrn Erik-Jan Ouwerkerk aufgenommen wurden. Es handelt sich bei dem Buch "Erbe im Gep채ck - Zukunft im Blick" um eine Fachpublikation, nicht um einen reinen Bildband oder Reisef체hrer. In dem Buch werden st채dtebauliche Projekte aus den vergangenen 30 Jahren aus den historischen Stadt- und Ortskernen in NRW in Bild und Wort dokumentiert. Bitte schauen Sich sich das Buch erst im Download (s. n채chster Artikel) an. Sollte das Gezeigte Ihren Vorstellungen entsprechen, senden wir Ihnen gerne eine Ausfertigung zu.

Vielen Dank f체r Ihr Verst채ndnis

Ihre Gesch채ftsstelle

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23. November 2016
Erbe im Gep채ck- Zukunft im Blick

Zwei Publikationen verdeutlichen die Qualit채ten historischer Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen und die Handlungsbedarfe der Zukunft

Die historischen Stadt- und Ortskerne sind die Visitenkarten des Landes und Sprachrohr f체r die Stadtidentit채t in Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft ver철ffentlichten nun anl채sslich ihrer Mitgliederversammlung am 23.11.2016 in Velbert-Langenberg in einer knapp 300-seitigen Publikation, wie individuell und ma횩geschneidert, wie ganzheitlich und motiviert Stadtentwicklung umgesetzt werden kann, ohne historische Geb채udebest채nde und Stadtkulissen zu 체berformen.

Unter dem Titel 얝rbe im Gep채ck - Zukunft im Blick, Die historischen Stadt - und Ortskerne in NRW im 21. Jahrhundert" pr채sentierte die Arbeitsgemeinschaft mit Stolz viele Praxisbeispiele einer gelungenen, die individuellen Charakteristika ihrer Mitgliedsst채dte respektierenden Stadtentwicklung. Die thematisch gegliederte Publikation gew채hrt einen Einblick in die Vielfalt an Instrumenten und Handlungsans채tzen, wie 철ffentliche R채ume qualifiziert, Stadtfunktionen mit Blick auf Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit gest채rkt, architektonische Neuerungen implementiert und ganzheitliche Konzepte strategisch entwickelt werden - auch und besonders im historischen Bestand.

Parallel zu dieser Bestandsaufnahmen haben sich die Vertreterinnen und Vertreter aller Mitgliedsst채dte der Arbeitsgemeinschaft in einem zw철lfmonatigen Prozess intensiv mit der Zukunft befasst und nun zur diesj채hrigen Mitgliederversammlung das 얶ukunftsprogramm 2030 - Perspektiven f체r gebaute Geschichte" vorgelegt. In diesem Zukunftsprogramm hat die Arbeitsgemeinschaft f체nf zentrale Handlungsfelder definiert, die in den n채chsten Jahren ma횩geblich die kommunale Agenda und die der Arbeitsgemeinschaft bestimmen sollen. Auf Basis des Zukunftsprogramms werden in den kommenden Jahren Themen- und Projektschwerpunkte entwickelt, die den intensive Informations- und Erfahrungsaustausch unterst체tzen sollen.

Der Erhalt der historischen St채dte und des darin erlebbaren kulturellen Erbes ist eine Aufgabe, die nur mit Blick auf die Herausforderungen und Ver채nderungen unserer Gesellschaft zu leisten ist. Dazu werden lebendige, starke St채dte auch im l채ndlichen Raum, und starke Partner in den Kommunen und auf Landes- und Bundesebene gebraucht.

Diese Publikationen w체rdigen das Engagement aller Mitgliedsst채dte und verdeutlichen die Handlungsbedarfe der Zukunft.

Bei Interesse k철nnen Buch und Heft kostenfrei 체ber die Gesch채ftsstelle bezogen werden.

Erbe im Gep채ck - Zukunft im Blick - Download

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13. September 2016
Kalender

Ab sofort stehen die beiden beliebten Kalender 얛enkmal des Monats" der Regionalgruppen S체dwestfalen und Ostwestfalen-Lippe f체r das Jahr 2017 wieder als Jahresbegleiter zur Verf체gung.

Der Denkmalkalender S체dwestfalen pr채sentiert in eindrucksvollen Bildern des Fotografen J철rg Hempel aus Aachen neben seinen bereits bekannten Stadtkernen erstmalig die regionalen Ortskerne Bad Berleburg-Elsoff, Hallenberg und Meschede-Eversberg. Nicht mehr vertreten ist deshalb die Regionalgruppe M체nsterland mit ihren St채dten Rietberg, Warendorf und Rheda-Wiedenbr체ck.

In bew채hrter Form liegt der Denkmalkalender OWL mit seinen klassischen St채dten und dem Ortskern Nieheim vor. Die Fotos wurden in diesem Jahr von dem Lemgoer Fotograf Michael Reimer, MR-Photodesign, aufgenommen, welcher selbst Eigent체mer eines stattlichen Baudenkmals ist.

Beide Kalender unterstreichen mit ausdrucksstarken Fotos die historisch gewachsene Sch철nheit jedes einzelnen Denkmals. Neben schmucken Fachwerkh채usern ist hier auch die gelungene gewerbliche Umnutzung von traditionellen Denkmalen deutlich sichtbar geworden. Weiterhin bieten umfangreiche Hintergrundinformationen zum Denkmal und zur Stadt selbst dem Nutzer wertvolle Informationen. Der Denkmalkalender S체dwestfalen f체hrt zudem auf zwei zus채tzlichen Seiten die wichtigsten Veranstaltungstermine im Jahr 2017 auf.

Der Kalender 얛enkmal des Monats" ist 체ber alle beteiligten St채dte erh채ltlich. Zus채tzlich bietet die Gesch채ftsstelle die s체dwestf채lische Ausgabe zum Verkauf an. Der Preis ist auf Anfrage zu erfahren.

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02. Juni 2016
Er철ffnung der Radroute 'Historische Stadtkerne NRW'

GIEBEL|ST횥RMER, MUSEUMS|FAHRER, GASSEN|SCHAUER - auf rund 390km unterwegs durch Westfalen.

Neun St채dte pr채sentierten sich zur Er철ffnungsfeier auf dem Rathausplatz in Lippstadt

Aus sechs werden neun: Mit Werl, Soest und Lippstadt wurden am Samstag, 18. Juni 2016, bei der feierlichen Er철ffnung auf dem Rathausplatz in Lippstadt drei weitere St채dte in die Radroute Historische Stadtkerne" aufgenommen.

Die St채dte an der Radroute pr채sentierten anl채sslich der Er철ffnungsfeier gemeinsam ihre touristischen Highlights und brachten auch ihre historischen Symbolfiguren mit nach Lippstadt.얱arum sollte man ausgerechnet in ihrer Stadt haltmachen" - mit dieser Frage 체berraschte Moderatorin Julia Scharte, Pressesprecherin der Stadt Lippstadt, die angereisten Vertreter der St채dte bei der offiziellen Er철ffnung. W채hrend sie mit einem Bild ihrer Stadt die leeren Felder an der auf einem gro횩en Plakat dargestellten Route symbolisch auff체llten, pr채sentierten die Repr채sentanten wortgewandt ihre Heimatst채dte:

W채hrend B체rgermeister Christof Sommer seine Stadt als Austragungsort der Er철ffnungsfeier f체r sich selbst sprechen lie횩 und lediglich anmerkte, dass hier 엖ormalerweise immer gutes Wetter herrscht", ernannte Olaf Steinbicker, Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Bauordnung, seine Stadt Soest gleich zur 엋eimlichen Hauptstadt Westfalens". Ordentlich Werbung machte bei der Gelegenheit auch B체rgermeister Andreas Sunder, der mit dem Slogan 엜iebenmal sympathisch" die Ortsteile seiner Stadt Rietberg mit einbezog. Claudia B철gel-Hoyer spannte passend zum wechselhaften Wetter ihren Regenschirm mit dem Schriftzug der Stadt Steinfurt auf und Petra Grimm von der Touristik Tecklenburg bewarb ihre Stadt mit dem Hinweis auf die historische Freilichtb체hne. Auch Gerhard Serges, Technischer Beigeordneter der Stadt Rheda-Wiedenbr체ck und die stellvertretenden B체rgermeister der St채dte Warendorf, Werl und Werne Dr. Erich Tertilt, Hans-J체rgen Stache und Ulrich H철ltmann machten in knappen, aber 체berzeugenden Worten deutlich, warum es sich lohnt, ihre St채dte zu besuchen.

Dass sich die 얬adroute Historische Stadtkerne" lohnt, bewiesen die Sternfahrer aus Soest, Rheda-Wiedenbr체ck und Werne, die es sich nicht nehmen lie횩en, die neue Radroute 엛ichtig" einzuweihen. Trotz Regen war die Stimmung unter den Radfahrern gut und sie wurden f체r ihren Einsatz mit einem herzlichen Applaus auf dem Rathausplatz begr체횩t. Gute Stimmung herrschte auch bei den weiteren Besuchern der Er철ffnungsfeier: Neben dem Shanty-Chor 얡iev Rund" aus Warendorf, sorgten die Symbolfiguren der St채dte, allen voran Maik채fer 얬ieti" aus Rietberg, f체r gute Unterhaltung. Zus채tzlich konnten sich die Besucher auf dem Rathausplatz zu den Themen Nahmobilit채t, Verkehrssicherheit und St채dtebauf철rderung informieren und an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Unter anderem fand am Stand der Stadt Lippstadt eine Gespr채chsrunde zur St채dtebauf철rderung mit dem leitenden Ministerialrat Karl Jasper und dem Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Lippstadt, Heinrich Horstmann, statt.

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25. Mai 2016
Tradition und Zeitgeist - Baukultur in historischen Stadt- und Ortskernen

Kurzbericht zur Tagung
21. Juni 2016, Kalkar

Die historischen Stadt- und Ortskerne in NRW sind einmalige Zeugnisse der europ채ischen Stadt. Sie pr채gen die Identit채t des Landes Nordrhein-Westfalen mit einem reichen, von Region zu Region sehr unterschiedlich ausgestalteten baukulturellen Erbe. Aber das baukulturelle Erbe steht im Spannungsfeld, wenn es darum geht, St채dte, Quartiere, Geb채udeensembles und Einzelobjekte einer Neudefinition, Neuentwicklung zu unterziehen. 80 Stadtplaner, Architekten, Denkmalpfleger und Stadtverantwortliche tagten zum Thema 얶wischen Tradition und Zeitgeist - Baukultur in historischen Stadt- und Ortskernen" im historischen Rathaus der Stadt Kalkar.

Die Tagung zeigt eindr체cklich, dass es baukulturelles Erbe unter verschiedenen Gesichtspunkten zu analysieren und zu bewerten gilt, um Faktoren zur Weiterentwicklung historischer St채dte und Quartiere definieren zu k철nnen. Qualitativ hochwertig Weiterbauen ist dabei kein Selbstzweck und kein Selbstl채ufer. Vielmehr bedarf es gesamtst채dtischer Konzeptionen, die fachlich fundiert von Stadtverantwortlichen auf den Weg gebracht und mit Mut und Selbstbewusstsein seitens der St채dte als faktische Rahmensetzungen in Verhandlungen mit Investoren und Eigent체mern, aber auch im Diskurs mit der Stadtgesellschaft entwickelt und umgesetzt werden m체ssen. In zwei Podiumsgespr채chen diskutierten die Referenten untereinander und mit den Teilnehmern der Tagung.

Den Auftaktvortrag widmete der Architekt und Soziologe Dr. Albrecht G철schel dem Bedeutungsgeflecht aus St채dtebau, Architektur und Stadtgesellschaft. Anhand von Beispielen programmatischer Architektur und programmatischen St채dtebaus der Moderne zeigte er auf, dass Architektur und St채dtebau wesentliche R체ckschl체sse auf das Selbstverst채ndnis einer Epoche sowie die Anforderungen der Stadtgesellschaft zulassen. Nach Ansicht G철schels stehen moderne Anspr체che an Versorgungs- und Mobilit채tsniveaus sowie die mit der Globalisierung einhergehende Weitung individueller Lebenswelten im direkten Gegensatz zu einem neuen symbolischen Raumbezug, einer wachsenden Nahraumorientierung. Dennoch sieht G철schel die Gro횩st채dte, ob ihrer funktionalen Vielfalt und der individuellen Entfaltungschancen klar im Vorteil, wenn er sagt: 얱eitgehend sicher erscheint zum einen das anhaltende Wachstum der Metropolen, zum anderen die Schrumpfung des l채ndlichen Raumes."


Rolf Egon Westerheide, Architekt und Stadtplaner an der RWTH Aachen
stellte von vornherein in Frage, ob es gelingen kann, Bautradition und pr채gende Gestaltungskriterien f체r Orte, Landschaften und Regionen ausfindig zu machen. Bezugnehmend auf das Forschungsprojekt 얙aukultur in der Eifel" stellte er dar, welche umfassenden Untersuchungen notwendig sind, um die Baukultur eines speziellen Ortes zu fassen und regional abzugleichen. Allein die regionale Zuordnung - zwischen Kulturregionen, Kreisen und der Sicht des Landesentwicklungsplans - sei wissenschaftlich nicht eindeutig. Ausdr체cklich unterstrich er, das traditionelle Bauweisen immer zum integrierten Teil der lokal leitenden Gestaltungsidee gemacht werden sollten, die Neues und Altes, Erg채nztes und Vorhandenes, Materialit채t und Form, in Beziehungen setzt.

Auch der Vizepr채sident der Architektenkammer NRW, Michael Arns betonte in seinem Vortrag zu 얙autradition in Praxis und Gegenwart", den regionalen und lokalen Baubestand als Ausgangspunkt einer regional charakteristischen, identit채tsstiftenden Gegenwartsarchitektur zu verstehen. Denn das baukulturelle Erbe pr채gt die Menschen, gibt ihnen Identit채t und Sicherheit, Heimat. 얛ies sei keineswegs emotionale Schw채rmerei Einheimischer sondern unbedingte Voraussetzung f체r die Sicherung gewerblicher Standorte und die Attraktivit채t k체nftiger Arbeitspl채tze", so Arns in seinem Vortrag. Arns untermaute sein Verst채ndnis von Bestandserhalt- und -entwicklung anhand einpr채gsamer Bilder und Bespiele aus der Region S체dwestfalen.

Ganzheitliche Strategien des St채dtebaus, die das bauliche Erbe der Stadt aufgreifen um Stadtr채ume als Ensemble gestalten - dies ist f체r Prof. J체rg Sulzer, Architekt und Stadtplaner aus Z체rich die grundlegende Definition von Stadtbaukultur. Einer Stadtbaukultur, die den B체rgern Kontinuit채t und Geborgenheit vermittelt. In der neuen Stadtbaugestaltung darf es nicht um eine reine Reproduktion historischer Zitate gehen, sondern um deren Interpretation und Weiterentwicklung. Ensemble-St채dtebau basiert nach Sulzers Verst채ndnis aus dem intensiven Zusammenspiel von Stadtraumbildung und identit채tsstiftenden H채usern. Um damit eine vielschichtige Stadtbaukultur und Stadtbaukunst entwickeln und umsetzen zu k철nnen, bedarf es Fachkompetenz und Kreativit채t.

Anhand von realisierten Beispielen stellte die Architektin und Professorin Mara Pinardi Neubauten in historischen Kontexten vor. Dabei konzentrierte sie sich auf Projekte, die im bewussten Kontrast zu den historischen Stadtr채umen entwickelt wurden und hinterfragte deren Berechtigung. Zentrale Frage ihrer Auseinandersetzung allerdings war, ob auch die Verwendung zeitgen철ssischer Materialien - bspw. von Stahl und Glas - einen qualitativen Beitrag zum neuen Bauen im historischen Kontext leisten k철nnen. Qualitatives neues Bauen - f체r Mara Pinardi eng verkn체pft mit Architekturwettbewerben, Gutachterverfahren, Architektur- und Bauherrenpreisen sowie Gestaltungsbeir채ten.

Die Stadt Arnsberg ist in dieser Hinsicht Paradebeispiel. Vor gut 15 Jahren hat die Stadt im Zuge der Neujustierung der Stadtentwicklungspolitik das Thema Baukultur auf die Agenda gesetzt. Baukultur ist durch stringente Beteiligung in Verwaltung, Politik und weiten Teilen der Arnsberger B체rgerschaft zu einem Begriff geworden. Eine Vielzahl von Projekten stellte der Planungsdezernent der Stadt Arnsberg Thomas Vielhaber vor, die durch kommunale Angebote einer umfangreichen Bau- und Gestaltungsberatung sowie die Arbeit des Beirates f체r Stadtgestaltung begleitet wurden und heute die Effizienz des 얖rnsberger Modells Baukultur" verdeutlichen.

Neben den inhaltlich sehr qualit채tvollen Beitr채gen rundet das historische Ambiente des Kalkarer Rathauses mit seiner bewegten Geschichte sowie die baukulturell anschaulichen Exkursionen durch den historischen Stadtkern Kalkars nach der Mittagspause das Tagungsprogramm in hervorragender Weise ab.

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23. Februar 2016
Regionalgruppen-Workshops abgeschlossen

Zur Positionsbestimmung und inhaltlichen Neuausrichtung der Arbeitsgemeinschaft fanden zwischen September 2015 und Januar 2016 in allen sechs Regionalgruppen Workshops statt. Ziel der Workshops war es, die zentralen Themen der Stadtentwicklung in den Mitgliedskommunen zu identifizieren und auf Ebene der Regionalgruppen zu diskutieren. Es entstanden damit regionale Themenportfolios, die im Vergleich aller Regionen eine gro횩e 횆hnlichkeit zeigen.

In allen Regionalgruppen wurde das Thema Tourismus und Kultur unter Aspekten wie Standards und Qualit채t, Vermarktungsans채tzen und der Inszenierung혻 f체r spezifische Zielgruppen intensiv besprochen. Baukultur, Wohnen, Handel und Mobilit채t in historischen Kernen sind als Faktoren f체r lebendige Kerne Dauerthemen der Stadtentwicklung. Die Identifikation der B체rger mit den historischen Kernen und ihre Beteiligung an den Entwicklungsthemen wurden dar체ber hinaus diskutiert.

An den Workshops nahmen insgesamt ca. 90 kommunale Vertreter aus den Bereichen Denkmalpflege, Stadtplanung und -entwicklung, Stadtmarketing und Tourismus sowie der Wirtschaftsf철rderung teil. Um die gesetzten Themen zu vertiefen, finden im April 2016 체berregionale Themenwerkst채tten statt. Die Veranstaltungen werden kurzfristig angek체ndigt.

Mitgliedskommunen finden weitere Informationen im Intranet.

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18. November 2015
WDR 4 berichtet 체ber Historische Ortskerne

Bedburg-Kaster, Mechernich-Kommern und Stolberg-Breinig standen bei der Berichterstattung im Ratgeber Reisen des Senders WDR 4 im Mittelpunkt. H철ren Sie selbst:혻 Ratgeber Reisen

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16. November 2015
Tagung der Netzwerke NRW - Beteiligen in der Stadt

Tagung der Netzwerke NRW혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 "Beteiligen in der Stadt"혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻혻 12. - 13. November 2015, Arnsberg

Insgesamt ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 12. und 13. November im Kaiserhaus in Arnsberg die Tagung der Netzwerke NRW besucht. Unter der 횥berschrift 얙eteiligen in der Stadt" diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskommunen gemeinsam mit Interessierten aus Stadtplanung, Institutionen der Zivilgesellschaft, Politik und Fachinteressierten 체ber verschiedene Formen und Vorgehensweisen einer partizipativen Stadtentwicklung. Am Abend des ersten Tagungstages wurden zudem die 얖b in die Mitte NRW!"-Gewinnerst채dte des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Michael Groschek, Minister f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigte sich dabei von den eingereichten Konzepten beeindruckt: 얱ir haben mit unserem Landeswettbewerb Kommunen gesucht, die durch eigenes Engagement ihre St채dte attraktiver machen und dabei auch vorbildlich den Handel und die B체rgerinnen und B체rger einbinden. Unsere Stadtentwicklung braucht jeden Einzelnen! Was m철glich ist, wenn sich alle Akteure zusammensetzen und an einem Strang ziehen, das zeigen die Gewinnerst채dte in diesem Jahr auf eindrucksvolle Art und Weise. Mein Gl체ckwunsch gilt allen Siegern."

Zuvor hatte die Tagung mit f체nf Exkursionen rund um Arnsberg begonnen. Per Bus, zu Fu횩 oder gar joggend besuchten die Tagungsteilnehmer Projekte in den Stadtteilen H체sten, Moosfelde, Neheim und Alt-Arnsberg. Zudem gab es f체r die Besucher der Tagung die M철glichkeit, sich in einer begleitenden Ausstellung 체ber weitere Beteiligungsprojekte aus den Mitgliedsst채dten der Netzwerke zu informieren. Die Projektausstellung wurde durch einen Rundgang mit Minister Michael Groschek er철ffnet, der sich mit mehreren Akteuren unterhielt.

Nach der Preisverleihung hielt Claudius A. Schmitz, Professor f체r Handel und Marketing an der Westf채lischen Hochschule in Gelsenkirchen einen viel beachteten Vortrag unter der 횥berschrift 얱ir beteiligen uns!? Woran? Mit oder ohne SmartPhone?". F체r Aufsehen sorgte dabei insbesondere die Vorstellung einer Umfrage von Prof. Schmitz, die die Vorstellungen von lebenswerten Orten in der Stadt aus der Perspektive einer jungen Generation darstellte und damit bew채hrte stadtplanerische Ansichten in Frage stellte. Im Anschluss diskutierten Dr. Peter Achten, Hauptgesch채ftsf체hrer des Handelsverbandes NRW e. V., Axel Funke, Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Fokus Development AG und Karl Jasper, Leitender Ministerialrat im Ministerium f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, 체ber Beteiligungsformate in den Kommunen.

Drei Diskussionsinseln bildeten das Ger체st des zweiten Tagungstages. Unter der 횥berschrift 얪rivate Initiativen, Einzelhandel und neue Nutzungen" ging es zun채chst um den drohenden Bedeutungsverlust innerst채dtischer Versorgungszentren. In seinem einleitenden Vortrag stellte Dr. Ares Kalandides (InPolis, Raumplanung und Kommunikation) vor, auf welche Weise auch die lokale Wirtschaft in Beteiligungsformate und Umgestaltungen eingebunden werden kann und sollte. Am Beispiel eines Neuk철llner Beteiligungsprojektes, bei dem Frauen mit Migrationshintergrund mit der kreativen N채h-Szene zusammengebracht wurden, forderte er die Teilnehmer auf, auch neue und innovative Wege der Beteiligung zu gehen. Quer denken, hei횩t die Devise, denn, so wurde deutlich, zwischen der Vorstellung 체ber Beteiligungsprozesse und dessen Realit채t liegen oft gro횩e Unterschiede.

In der zweiten Diskussionsinsel 얯rbane Nachbarschaften" ging es zun채chst um die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Initiative f체r die Stadtentwicklung und im weiteren Verlauf um die praktischen Erfahrungen der Diskutanten zur Einbindung von Anwohnern. Peter Apel (Planungsb체ro Stadtkinder, Dortmund) berichtete wie und warum Jugendliche und Kinder in Prozessen der Stadtentwicklung beteiligt werden sollten. Robert Ambr챕e (Nachbarschaft Samtweberei Krefeld UNS gGmbH, Montag Stiftung Bonn) stellte das Projekt Samtweberviertel aus Krefeld vor. Mittels durchg채ngiger Beteiligung und einfach gehaltenen F철rderm철glichkeiten soll hier in Kooperation mit den B체rgerinnen und B체rgern sowie lokalen Einrichtungen ein sozial, kulturell und 철konomisch durchmischtes Viertel entstehen, in dem Freir채ume f체r Begegnungen, Kreativit채t und Bildungsarbeit gehalten werden.

Abschlie횩end wurde unter der 횥berschrift 얫uartiersentwicklung zur Umgestaltung" 체ber die praktischen Erfahrungen zweier Umgestaltungsprojekte berichtet. Ralf B체lte von der Stadt Werne erl채uterte anhand der Umgestaltung der Fu횩g채ngerzone in Werne, welchen bedeutenden Anteil der Austausch und die Kommunikation mit den B체rgern bei der Entwicklung einer 철ffentlichen Meinung ausmachen. Mit dem Projekt 얯nser Hahnenbach" zeigten Sebastian Ortmann (Emschergenossenschaft) und Michael Wichert (Kita St. Marien - Gladbeck Brauck) eindrucksvoll, welchen Mehrwert eine Kooperation von geeigneten Partnern hervorbringt. Nicht zuletzt ging es auch um die Frage 얱as erwarten B체rger von der Kommune?", die Dr. Frank Claus (IKU_Die Dialoggestalter, Dortmund) in den Mittelpunkt seines einleitenden Vortrags stellte.

Nach den Diskussionsinseln wurde den Teilnehmern die M철glichkeit er철ffnet, Fragen und Anregungen zu geben. Wie sich zeigte, war das Interesse an den Vortr채gen und den vorgestellten Projekten gro횩, denn interessante und kreative Fragen, Ideen und Diskussionen entstanden aus jedem Thema.

Veranstaltet wurde die Tagung der Netzwerke NRW gemeinsam vom Netzwerk Innenstadt NRW, dem Netzwerk Stadtumbau, dem St채dtenetz Soziale Stadt, dem Forum Baulandmanagement, der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne und dem Ministerium f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW.

Fotos: Fotograf Ralf Emmerich

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11. November 2015
Lernort Historische Stadt: Raum f체r Wissen! Raum f체r Zukunft?

Tagungsbericht
"Lernort Historische Stadt: Raum f체r Wissen! Raum f체r Zukunft?"
04. November 2015, Steinfurt

Historische Stadt- und Ortskerne sind wichtige ganzheitliche Lernorte. Als Standorte f체r Schule, Weiterbildung, kulturelles Erbe und geschichtliche Bildung bieten sie Raum f체r lebenslanges Lernen. 70 Stadtplaner, Architekten, Denkmalpfleger und Stadtverantwortliche tagten zum Thema 얥ernort 숰istorische Stadt': Raum f체r Wissen! Raum f체r Zukunft?" in Steinfurt. Deutlich wurde, dass Bildungswesen und Lernkonzepte sich massiv ver채ndern und neue Lernformen auch neue Anforderungen an Schulgeb채ude stellen. Doch gerade in historisch gepr채gten Quartieren m체ssen Umbau- und Sanierungsma횩nahmen mit den Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden. Neben den Schulgeb채uden r체cken auch die Stadtquartiere als Sozial- und Bildungsr채ume in den Mittelpunkt - f체r alle Altersgruppen. Bildung ist ein zentraler Faktor der zukunftsorientierten Stadtentwicklung, wichtiger Faktor f체r Chancen und Teilhabe und ausschlaggebend f체r Standortentscheidungen von Unternehmen und jungen Familien. Das Thema wurde von den Referenten zum Teil auch unter den aktuellen Aspekten im Zusammenhang mit der Fl체chtlingskrise als Chance zu Teilhabe und Integration bewertet.

Lern- und Schulkultur im radikalen Wandel
Christian Hausner stellte in seinem Einf체hrungsvortrag die Lern- und Schulkultur der mehrfach ausgezeichneten Evangelischen Schule Berlin Zentrum vor. Die Schule arbeitet seit ihrer Gr체ndung im Jahr 2007 mit der 횥berzeugung, dass Lernen im lokalen und globalen Umfeld stattfindet. Die Schule ist das Basislager f체r Wissensaustausch, f체r das Erlernen demokratischer Kompetenzen und Werkzeuge, um die Welt zu gestalten. Mit unterschiedlichsten Lernsettings wie den Projekten 얡erausforderung" und 얰erantwortung" lernen die Sch체lerInnen Verantwortung f체r die lokale Gemeinschaft zu 체bernehmen und besch채ftigen sich im Unterricht mit globalen Themen auf lokaler Ebene. Die Stadt, die Kommune und das Umfeld der Schule spielt dabei eine immer gr철횩ere Rolle als konkreter Bezugsort und praxiswirksamer Bildungspartner.

Historische Stadt- und Ortskerne: Bildungseinrichtungen mittendrin
F체r ein erweitertes Bildungsverst채ndnis und eine sozialr채umliche Betrachtung bei der Konzeption, Neu-ausrichtung und Entwicklung von Schulstandorten und Bildungslandschaften pl채dierte auch Thomas Gr채bel vom STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN, Hamburg. In Kooperationsprojekten mit der Montags- und der W체stenrotstiftung hat das B체ro in den vergangenen Jahren Lern- und Bildungslandschaften erforscht. Je nach regionalem Standort (Stadt / Land) bestehen f체r Kinder und Jugendliche unterschiedliche M철glichkeiten der Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Raumaneignung. Um sich die Perspektive der individuellen Bildungslandschaft zu erschlie횩en, bed체rfe es besonderer Formate der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Am Beispiel der Stadt Siegen wurde deutlich, dass die Ansiedlung von Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung wesentliche wechselseitige Entwicklungsimpulse erm철glichen. Unter erheblichem Erweiterungsdruck stehend, hatte die Universit채t bereits in den 90er Jahren Interesse an dem zentralen Standort 쉀nteres Schloss' bekundet. Der Umbau des Unteren Schlosses wurde im Rahmen des Hochschul-Modernisierungs-Programmes des Landes m철glich. Zugleich legte die Stadt Siegen im Rahmen der Re-gionale 2013 das Projekt 얭iegen - Zu Neuen Ufern" auf und bezog das Untere Schloss ein. Die neue Nutzung durch die Fakult채t f체r Wirtschaftswissenschaften tr채gt nun ma횩geblich dazu bei, die Siegener Oberstadt neu zu stabilisieren und weiterhin zu혻 qualifizieren.

Historische Stadt- und Ortskerne: Lernen, Wissen, Erinnern f체r alle von 0-99
M철glichkeiten, die historische Stadt als Lernort, als Ort der Kommunikation und ganzheitlichen Erfahrung zu vermitteln, thematisierte Prof. Heinz-Dieter Heimann in seinem Vortrag. Er unterstrich in seinem Vortrag die 얡istorische Stadt" als Anliegen historischer Bildung und eine dazu intensivierte Kooperation zwischen der Stadt und Universit채ten, um den Lernort, die Schulen und die 횜ffentlichkeit st채rker noch darin zu integrieren. 횥ber die Bedeutung der historischen Stadt im Schulunterricht und die Chancen au-횩erschulischer Lernorte hinaus stellte er auch die Frage: 얱em geh철rt die Stadt?".

Als Orte des Wissens und der Erinnerung spielen Museen seit jeher tragende Rollen. Doch Museen ver채ndern sich, sie pr채sentieren interaktive und multimediale Ausstellungskonzepte. Das historische Museum Frankfurt erweitert diese interaktiven Ans채tze und bezieht B체rger aktiv in die thematische Ideenfindung und Ausgestaltung seiner Ausstellungen ein. Damit wird das Ziel verfolgt, das Museum st채rker in der Stadtgesellschaft zu verankern und ein f체r m철glichst viele B체rger/innen und Besucher/innen der Stadt interessantes, v.a. aber auch relevantes Museum zu sein. Die dabei entstehenden Ber체hrungspunkte zwischen den Lebenswelten der B체rger und der Institution Museum sind nach Ansicht Gessers f체r beide Seiten Basis wertvoller Lernprozesse.

Eine 채hnliche Ausrichtung verfolgt das Programm 엀enkmal aktiv" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Programm bietet einen Rahmen f체r schulische Projekte, die zu den unterschiedlichsten Themen der Stadtgeschichte forschen und arbeiten. Dr. Susanne Braun stellte heraus, dass die Herangehensweisen sind dabei ebenso unterschiedlich wie die Schulformen, Altersstufen der Sch체ler und Ergebnisse der Projekte. Durch die Zusammenarbeit mit au횩erschulischen Partnern leisten Programm und Projekte nicht nur einen Beitrag um die Stadt als au횩erschulischen Lernort zu nutzen, sondern stellen zugleich die Verbindung von혻 theoretischem Unterrichtswissen und praxisbezogenem Lernen dar.

1A-Lage f체r Bildung und Kultur: Historische Stadt- und Ortskerne in NRW
Die konkreten Vorz체ge und Schwierigkeiten einer Schule im Ortskern einer historischen Kleinstadt wurde anhand der Schulstadt Bad M체nstereifel thematisiert. Der langj채hrige Schulleiter Paul Georg Neft schildete die vielf채ltigen Handlungsfelder und Konfliktpunkte: Denkmalschutz gegen체ber modernen Anspr체chen an eine "gute Schule", Schulleben im Gegensatz zu Kleinstadtleben und City-Outlet, Sch체lertransport in einem engen Stadtmauerring, Probleme mit Pausen, Parkpl채tzen und Barrierefreiheit.

In der 채ltesten Hochschule Westfalen, der Hohen Schule Steinfurt, ist heute das KulturForumSteinfurt ans채ssig, ein Verbund von Volkshoch- und Musikschule. Direktorin Barbara Herrmann stellte die Hohe Schule als zentraler Anlaufpunkt f체r Bildung und Musik in der Innenstadt dar. Damit nimmt das Haus heute einen entscheidenden Einfluss auf die Belebung der Innenstadt.

Das Hexenb체rgermeisterhaus der Stadt Lemgo wird durch seine heutige Nutzung als Stadtmuseum als eines der wichtigsten b체rgerlichen Zeugnisse der Lemgoer Baugeschichte wahrgenommen. Das Beispiel zeigt, dass Stadtgeschichte hervorragend in Baudenkm채lern gezeigt und vor allem auch erlebt werden kann. Die 철ffentliche Nutzung erm철glichte laut Markus Baier, Gesch채ftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen der Alten Hansestadt Lemgo einen besonders sensiblen Umgang mit dem Geb채ude.

Die Tagung wurde genutzt, den historisch gepr채gten Teil der Stadt Steinfurt - Burgsteinfurt - sowie das Schloss und dessen architektonische Weiterentwicklung zu besichtigen. Steinfurt war als Standort der ersten Hochschule Westfalens, der Hohen Schule, ein idealer Tagungsort. Ein kurzer musikalischer Bei-trag machte die Steinfurter Konzertgalerie Bagno als Ort f체r Kultur und Kunst erlebbar.

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02. September 2015
Arbeitsgemeinschaft reflektiert und blickt nach vorn

Memorandum II-Workshops starten

Arbeitsgemeinschaft der Historischen Stadt- und Ortskerne in NRW vor neuen Zielen und Aufgaben.

Stadtentwicklung in historisch gepr채gten Quartieren ist individuelle Ma횩arbeit. L철sungen von der Stange - anderswo erfolgreich erprobte und realisierte Instrumente - passen hier nicht. Strukturwandel, demografischer Wandel, Klimawandel, Digitalisierung, Barrierearmut - nun auch Integration und Inklusion - das Spektrum neuer Themen und Herausforderungen ist umfassend und entwickelt sich weiterhin dynamisch. Historisch gepr채gte Quartiere sind in besonderem Ma횩e von diesen tiefgreifenden Entwicklungen betroffen - die Arbeitsgemeinschaft der historischen Stadt- und Ortskerne stellt sich diesen Aufgaben und denkt in die Zukunft.

Ein umfassendes Memorandum soll entstehen, dass Bilanz zieht und reflektiert, welche Meilensteine in Sanierung, Denkmalschutz und behutsamer Weiterentwicklung historischer Quartiere in NRW erreicht wurden - mithilfe der St채dtebauf철rderung und dem Engagement der St채dte. Im Mittelpunkt aber steht die Positionsbestimmung und inhaltliche Neuausrichtung der Arbeitsgemeinschaft. Unter Beteiligung aller Mitgliedsst채dte werden in Workshops die relevanten Themen in den Kommunen identifiziert und auf Ebene der Regionalgruppen diskutiert. So entstehen regionale Themenportfolios, die abschlie횩end in einem praktikablen Strategiepapier verdeutlichen werden, welche Handlungsfelder im Rahmen der AG-Arbeit zuk체nftig vertieft und durch Projekte, Forschungsauftr채ge und Veranstaltungen in die Praxis gef체hrt werden sollen.

Um die Zukunft der Arbeitsgemeinschaft zu garantieren ist dieser Prozess stringent mitgliederbasiert. Allein auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass auf die besonderen Fragestellungen der Zukunft auch in den historischen Stadt-und Ortskernen mit ma횩geschneiderten L철sungen geantwortet werden kann.

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01. September 2015
Exkursion nach Bad M체nstereifel

Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW und das Netzwerk Innenstadt NRW haben gemeinsam am 20. August 2015 eine Exkursion zum City Outlet Center in Bad M체nstereifel unternommen.

횥ber sechzig Teilnehmer beider Netzwerke machten sich auf dem Weg nach Bad M체nstereifel, um dort mit st채dtischen Vertretern, Vertretern der IHK Aachen und den Betreibern vor Ort zu diskutieren. Thematisiert und ausgetauscht wurden die Auswirkungen und Erfahrungen nach einem Jahr Laufzeit des Outlet Centers. Anschlie횩end gab es einen ausf체hrlichen Rundgang durch die Innenstadt, in dem noch offene Fragen gestellt werden konnten.

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17. Juni 2015
Meilenstein f체r die Entwicklung der Historischen Stadt- und Ortskerne auf Mitgliederversammlung gelegt

Fusion der Arbeitsgemeinschaften: Ein Meilenstein f체r die Entwicklung der historischen Stadt- und Ortskerne

Werne an der Lippe - Einstimmig wurde im Rahmen einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaften der Historischen Stadt- und Ortskerne die Fusion beider St채dtenetzwerke beschlossen. Ein Meilenstein in der kontinuierlich gewachsenen Zusammenarbeit beider Netzwerke, der den besonderen Anforderungen an den Erhalt des kulturellen Erbes aber auch dessen behutsamer und zukunftsorientierter Weiterentwicklung Rechnung tr채gt.

Erkl채rtes Ziel der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen ist es, das st채dtebauliche Erbe f체r k체nftige Generationen zu bewahren. Die Grundrisse und der Baubestand der historischen Stadt- und Ortskerne sollen umfassend gesch체tzt, gepflegt und mit besonderer Sensibilit채t erneuert werden. Im Mittelpunkt steht dabei seit jeher der intensive Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Fach채mtern der Mitgliedsst채dte und -gemeinden.

Komplexe Stadtentwicklungsfragen - Mischung von Funktionen, Optimierung der Verkehrssituation, Klimaschutz und Energieeffizienz, Gewinnung von Bewohnern und Nutzern f체r die Belebung der Stadtkerne, das Attraktiveren der St채dte f체r Besucher oder die Bereithaltung touristischer und kultureller Angebote - stellen f체r die Historischen Stadt- und Ortskerne in NRW ganz besondere Herausforderungen dar.

얱enn wir in den historisch gepr채gten St채dten und Gemeinden f체r diese wichtigen Zukunftsaufgaben praktikable L철sungen finden und zugleich unser kulturelles Erbe sch체tzen, sprechen wir von 56 Kommunen mit Modellcharakter, die zugleich Sprachrohr f체r die Stadtidentit채t in Nordrhein-Westfalen sind.", sagt Michael von der M체hlen, Staatssekret채r im Ministerium f체r Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Es gibt bereits viele gute Beispiele, so der Staatssekret채r weiter. So seien die Anstrengungen von St채dten wie Rietberg oder Warendorf zum Einsatz regenerativer Energie im historischen Stadtkern sicherlich genauso wegweisend, wie der barrierefreie Ausbau einer topografisch anspruchsvollen Innenstadt wie in Warburg. Nicht zuletzt g채be es bereits eine Vielzahl h철chst beachtlicher interkommunaler Projekte, wie z. B. das M채rkteprojekt von 12 St채dten in S체dwestfalen, bei denen die zentralen Orte der Innenst채dte wieder zu St채tten des Handels, der Begegnung und des Austausches wurden oder eine Fortbildung f체r Stadtf체hrer, die f체r alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft zentral durch die Stadt Nideggen organisiert wurde.

Die neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft B체rgermeister Christoph Sommer aus Lippstadt und B체rgermeisterin Margit G철ckemeyer aus Nideggen unterstreichen dies und fordern혻 zugleich: 얝s geht um den Erhalt der europ채ischen Stadt - um unser kulturelles Erbe. Das ist gerade f체r uns in Nordrhein-Westfalen fundamental! Aber Werterhaltung und Denkmalschutz sind Aufgaben von Dauer - und nicht allein kommunaler Selbstzweck. Wir sind weiterhin darauf angewiesen, diesen Aufgaben im Schulterschluss mit Land und Bund zu begegnen. "

Unter der Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen wurde die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im November 1987, die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne im Mai 1990 gegr체ndet. Die enge Zusammenarbeit beider Verb체nde ist durch gemeinsame Fachveranstaltungen und interkommunale Projekte kontinuierlich gewachsen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Historischen Stadt- und Ortskerne gliedert sich per Beschluss der Mitgliederversammlung am 11.6.2015 zuk체nftig in sechs Regionalgruppen. Die Gesch채ftsstelle und Gesch채ftsf체hrung sind bei der Kommune angesiedelt, die den Vorstandsvorsitz stellt

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