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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Warendorf

Stadtgeschichte

Bis in das 19. Jahrhundert ist Warendorf zweitgr철횩te Stadt des Bistums M체nster und besitzt durch seine Lage an der wichtigsten Handelsstra횩e zwischen Frankfurt und den Seehandelspl채tzen an Nord- und Ostsee gro횩e Bedeutung. Die ersten Siedlungsfunde gehen bis in das 7. Jahrhundert zur체ck, als es bereits eine altwestf채lische Siedlung mit 200 H채usern gab. Nach dem Drei횩igj채hrigen Krieg wird die Stadt durch Pest und zahlreiche Br채nde arg in Mitleidenschaft gezogen und erlebt erst mit dem Textilhandel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Warendorfer Leinen war von sehr hoher Qualit채t. Zum Beweis: der einzige Textilh채ndler, der auf der Weltausstellung in London 1851 seine Waren pr채sentieren darf, kommt aus Warendorf.

Die H채user der wohlhabenden Kaufmannschaft, die schlichten Fachwerkh채user, aber auch das in Teilen erhaltene "M체nstertor" aus dem 14. Jahrhundert pr채gen das heutige Stadtbild. Bei einem Rundgang sollte ein Besuch der barocken Klosterkirche der Franziskaner, der Laurentiuskirche und der Marienkirche nicht fehlen. Ebenfalls einen Abstecher wert: die Freckenhorster Stiftskirche, besser bekannt als der "Bauerndom des M체nsterlandes."


Stadtgeschichte Warendorf
Biedermeierzimmer im Dezentralen Stadtmueseum, Klosterstra횩e 7

Die Siedlungsgr체ndung erfolgt um 800. An einer wichtigen Emsfurt gelegen, entwickelt sich die Marktsiedlung am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstra횩en schnell zum 체berregionalen Handels- und Gewerbezentrum. Bis 1200 w채chst Warendorf kontinuierlich in den Status einer Stadt. Regionale und 체berregionale Katastrophen verhindern eine kontinuierliche Aufw채rtsentwicklung. Zwischen 1404 und 1741 suchen mehrfach verheerende Br채nde die Stadt heim. Reformation, T채uferbewegung und Drei횩igj채hriger Krieg haben katastrophale Auswirkungen auf die politische und 철konomische Entwicklung. Nach kurzer wirtschaftlicher Erholung folgt im 18. Jahrhundert ein erneuter Niedergang. Die beginnende Industrialisierung l채sst den florierenden Leinenhandel erlahmen und macht aus der bl체henden Handelsstadt eine kleine 채rmliche Ackerb체rgerstadt abseits der neuen Verkehrswege. Sp채t beginnt mit dem Aufbau der Textil- und Landmaschinenindustrie eine neue bescheidene Bl체te. 1826 etabliert die preu횩ische Regierung das Landgest체t in der Stadt und legt die Basis f체r den heutigen Bekanntheitsgrad. Pferde sind seither das Markenzeichen Warendorfs.